(Only in german) EcoCell 79W-mehr als eine Alternative zu herkömmlichen Durchlauf-Reinigungsanlagen - Die neue Dimension der Inline-Reinigung von Einzelteilen
03/31/2005
Mit der innovativen EcoCell 79W setzt die Dürr Ecoclean GmbH neue Maßstäbe bei der Inline-Reinigung von Einzelteilen. Der Reinigungs- und Trocknungsprozess erfolgt bei dieser Reinigungsanlage in vakuumfesten Kammern eines Prozessmoduls. Werkstücke mit komplexer Geometrie wie Ventilblöcke oder Pumpengehäuse können dadurch erstmals inline im Tauchverfahren gereinigt, mit Ultraschall und Injektionsflutwaschen behandelt sowie unter Vakuum getrocknet werden. Die Reinigungszellen bewegen sich dabei mit kurzer Taktzeit innerhalb des Prozessmoduls, so dass die völlig neu konzipierte EcoCell nur eine geringe Aufstellfläche benötigt. Hohe Sauberkeitsanforderungen mit exakt definierten Reinheitsgraden lassen sich mit dieser Anlage besonders schnell, effizient und auf kleinstem Raum erfüllen. Und das schon heute mit wässrigen Medien und zukünftig auch mit Kohlenwasserstoffen.
Die EcoCell 79W wurde von Dürr Ecoclean für die Integration in Einzelteil-Fertigungslinien beziehungsweise die direkte Anbindung an Produktionsanlagen und Bearbeitungszentren konzipiert. In die Entwicklung eingeflossen ist die Erfahrung des Herstellers beim Bau von linearen Durchlaufanlagen mit Tauchflut-Prozessen für die Reinigung von Motorblöcken, Zylinderköpfen und anderen Motorenkomponenten in der Automobilindustrie. Zusätzlich zum Tauchfluten ermöglicht die neue Reinigungsanlage die Behandlung von bis zu 180 x 160 x 90 (LxBxH) großen und bis zu zehn Kilogramm schweren Teilen mit Ultraschall, Injektionsflutwaschen und die Trocknung unter Vakuum.
Hohe Wirtschaftlichkeit durch Inline-Reinigung auf kleinstem Raum
Diese Prozesse laufen in den Behandlungskammern eines zylindrischen Prozessmoduls ab. Diese technische Finesse reduziert den Platzbedarf auf ein Minimum. Die Abmessungen der Standardanlage mit einem mehrstufigen Nassprozess liegen bei (LxBXH) 1.500 x 2.600 x 2.000 Millimetern. Sie lässt dadurch wesentlich einfacher und wirtschaftlicher in Fertigungslinien integrieren. Denn um die heute geforderte Teilereinheit zu gewährleisten, müssen konventionelle Bandreinigungsanlagen häufig mit mehreren Behandlungszonen ausgestattet werden wodurch sie viel Produktionsfläche benötigen. Andererseits ist das in herkömmlichen Durchlaufanlagen meist eingesetzte Spritzverfahren nicht oder nur bedingt für die Reinigung von Werkstücken mit komplexer Geometrie geeignet. Viele Teile werden deshalb für die Tauchreinigung aufwändig in Warenträgersysteme gesetzt und nach dem Reinigungsprozess wieder entnommen. Dieses zusätzliche Teilehandling geht ebenfalls zu Lasten der Wirtschaftlichkeit. Neben dem geringeren Platzbedarf und der Einsparung von Arbeitsschritten bietet die neue EcoCell auch Einsparpotenzial bei den Betriebskosten. Einerseits werden durch die im Vergleich mit den großräumigen Behandlungszonen einer Durchlaufanlage wesentlich kleineren Reinigungszellen Energie- und Verdampfungsverluste reduziert. Andererseits minimiert die Vakuumtrocknung der EcoCell den Einsatz von Heizenergie für den Trocknungsprozess. Ausschlaggebend für eine Gegenüberstellung der Investitionskosten sind das geforderte Reinigungsergebnis und die dafür erforderliche Ausstattung einer konventionellen Durchlaufanlage.
Individuell anpassbarer Reinigungsprozess
Bei der EcoCell werden die zu reinigenden Werkstücke wie beispielsweise Gehäuse von Einspritz- und Zahnradpumpen, Ventilblöcke oder Filterkartuschen über ein an das Teil angepasstes Handlingsystem in eine Zelle des Prozessmoduls transportiert. In der vakuumdicht geschlossenen Zelle durchläuft das Teil die Prozessschritte Tauchreinigung, Injektionsflutwaschen, Ultraschallreinigung, Ablasen und Vakuumtrocknung in kurzen Taktzeiten. Die Werkstücke werden dabei gezielt an den Behandlungszonen vorbeigeführt: Die anwendungsbezogene Anpassung des Reinigungsprozesses ist durch Erweiterung des Prozessmoduls bei gleich bleibender Taktzeit und ohne signifikante Änderung der Anlagenabmessungen möglich. Optional können auch Spritzsysteme für die Nach- oder Druckreinigung integriert werden. Der kontinuierliche Betrieb gewährleistet darüber hinaus, dass vorhandene Kapazitäten voll ausgeschöpft werden können. Der Durchsatz liegt bei 180 Teilen beziehungsweise 1.800 Kilogramm pro Stunde.
Reinigen mit wässrigen Medien oder Kohlenwasserstoffen
Flexibilität beweist die EcoCell auch hinsichtlich des Reinigungsmediums – sie kann heute bereits für den Einsatz mit wässrigen Reinigungsmedien und zukünftig auch mit VbA F3-Produkten ausgestattet werden. Entscheidet sich der Anwender dann für Kohlenwasserstoff als Reinigungsmedium, arbeitet die EcoCell wie alle KW-Anlagen von Dürr Ecoclean komplett unter Vakuum, so dass auf eine spezielle Ex-Schutz-Ausrüstung verzichtet werden kann. Identisch ist bei der künftigen KW-Ausführung auch der Reinigungsprozess. Dies bedeutet, dass eine mehrstufige Reinigung inklusive Dampfentfetten realisiert werden kann.
Integrierte Aufbereitungstechnik und Servicefreundlichkeit
Wie bei allen Reinigungsanlagen des Filderstädter Herstellers gehören auch bei der neuen EcoCell die Edelstahl-Verrohrung sowie eine effiziente Aufbereitungstechnik zur Serienausstattung. Die kontinuierliche Vollstromfiltration sorgt für lange Standzeiten des Reinigungsmediums in gleich bleibend hoher Qualität. Optional stehen eine Feinfiltration über Kerzenfilter und ein Zentrifugalabscheider (Zyklon) zur Verfügung. Wesentliches Augenmerk legten die Entwicklungsingenieure auch auf Wartungs- und Servicefreundlichkeit. Fehlerdiagnosen werden über Klartextanzeigen am Bedienfeld angezeigt. Und trotz der kompakten Abmessungen sind sämtliche servicerelevanten Komponenten schnell und einfach zugänglich.

