(Only in german) EcoCell 79W-mehr als eine Alternative zu herkömmlichen Durchlauf-Reinigungsanlagen - Inline-Einzelteilreinigung im Tauchverfahren auf kleinstem Raum

02/23/2005

Das innovative Reinigungssystem EcoCell 79W der Dürr Ecoclean GmbH eröffnet bei der Inline-Reinigung von Einzelteilen völlig neue Perspektiven. Der Reinigungs- und Trocknungsprozess erfolgt bei dieser Anlage in den vakuumfesten Kammern eines Prozessmoduls. Werkstücke mit komplexer Geometrie wie Ventilblöcke oder Pumpengehäuse können dadurch erstmals inline im Tauchverfahren gereinigt, mit Ultraschall oder Injektionsflutwaschen behandelt sowie unter Vakuum getrocknet werden. Da sich die Reinigungszellen mit kurzer Taktzeit innerhalb des Prozessmoduls bewegen, benötigt die völlig neu konzipierte EcoCell nur eine geringe Aufstellfläche. Hohe Sauberkeitsanforderungen mit exakt definierten Reinheitsgraden lassen sich mit dieser Anlage besonders schnell, effizient und auf kleinstem Raum erfüllen. Und das nicht nur mit wässrigen Medien, sondern auch mit Kohlenwasserstoffen.

Die EcoCell 79W wurde von Dürr Ecoclean speziell für die Integration in Einzelteil-Fertigungslinien beziehungsweise die direkte Anbindung an Produktionsanlagen oder Bearbeitungszentren konzipiert. Denn zahlreiche Unternehmen fertigen Einzelkomponenten in Linie, die für die Tauchreinigung in Körben oder Gestellen zusammengeführt und nach dem Reinigungsprozess wieder auseinander dividiert werden. „Wir haben hier nach einem Anlagenkonzept gesucht, mit dem diese Arbeitsgänge eingespart werden können. Dazu muss das Werkstück den Reinigungsprozess ebenso als Einzelteil durchlaufen wie die Fertigungsschritte davor und danach“, erklärt Karlheinz Schechinger, Vertriebsleiter beim Filderstädter Anlagenhersteller. Das Problem dabei ist jedoch, dass die heute geforderte Teilereinheit häufig mehrere Behandlungszonen erforderlich macht. Herkömmliche Durchlaufanlagen benötigen dadurch extrem viel Aufstellfläche, die in Fertigungslinien üblicherweise nicht vorhanden ist. Darüber hinaus eignet sich das meist in diesen Reinigungsanlagen eingesetzte Spritzverfahren nicht oder nur bedingt für die Reinigung von Werkstücken mit komplexer Geometrie.

Mit revolutionärem Prozessmodul das Platzproblem gelöst

Im Gegensatz zu herkömmlichen Bandanlagen sind die Behandlungszonen bei der neuen EcoCell 79W in den vakuumfesten Kammern eines zylindrischen Prozessmoduls angeordnet. Mit dieser technischen Finesse konnte der Platzbedarf auf ein Minimum reduziert werden. „Die EcoCell erfüllt die Anforderungen nach Platz sparender und effektiver Reinigungstechnik für die Inline-Reinigung in der Einzelteilfertigung“, so der Vertriebsleiter. Die Abmessungen der Standardanlage liegen bei nur (BxTxH) 1.500 x 2.600 x 2.000 Millimetern. Sie verfügt über ein Prozessmodul mit acht Behandlungskammern für Werkstücke mit Abmessungen von jeweils bis zu (BxTxH) 180 x 160 x 90 Millimeter und einem Gewicht von je maximal 10 Kilogramm. Dies ermöglicht einen Durchsatz von 180 Teilen oder 1.800 Kilogramm pro Stunde. An einer Anlage für größere Bauteile wird bei Dürr Ecoclean bereits mit Volldampf gearbeitet

Tauchreinigung, Ultraschall und Vakuumtrocknen inline

Zugeführt werden die Einzelteile wie beispielsweise Gehäuse von Einspritz- und Zahnradpumpen, Ventilblöcke oder Filterkartuschen über ein an das Werkstück angepasstes Handlingsystem. In der vakuumdicht geschlossenen Zelle durchläuft das Teil die Prozessschritte Tauchreinigung, Injektionsflutwaschen, Ultraschallreinigung, Ablasen und Vakuumtrocknung in kurzen Taktzeiten. Die Teile verlassen die Anlage über das Handlingsystem vollkommen trocken und können sofort weiterverarbeitet werden. „Der Wegfall der Teilebündelung für den Waschprozess reduziert die Fertigungskosten. Aufgrund der kleineren Waschmedienvolumina und der geschlossenen Bauweise der Anlage sind die Betriebskosten geringer. Darüber hinaus lassen sich durch die integrierte, vereinzelte Reinigung in einem kompletten Tauchreinigungsprozess gerade bei Einzelteilern mit komplizierter Geometrie hohe Reinheitsgrade schneller und effizienter erzielen, was ebenfalls zu Einsparungen führt“, beschreibt Schechinger die Vorteile des neuen Anlagenkonzepts.

Individuell anpassbarer Reinigungsprozess

Ein weiterer Vorteil ist die mögliche Erweiterung des Prozessmoduls ohne signifikante Änderung der Anlagenabmessungen und bei gleich bleibender Taktzeit. Auch Spritzsysteme für die Nach- oder Druckreinigung können optional integriert werden. „Der Reinigungsprozess lässt sich dadurch individuell an das Werkstück und/oder unterschiedliche Reinheitsanforderungen anpassen. Der kontinuierliche Betrieb gewährleistet außerdem, dass vorhandene Kapazitäten voll ausgeschöpft werden können“, so der Vertriebsleiter. Flexibel zeigt sich die neue EcoCell auch hinsichtlich des Reinigungsmediums – sie kann wahlweise für den Einsatz mit wässrigen Reinigern oder mit Kohlenwasserstoffen ausgestattet werden.

Integrierte Aufbereitungstechnik und Servicefreundlichkeit

Wie bei allen Reinigungsanlagen des Filderstädter Herstellers gehören auch bei der neuen EcoCell die Edelstahl-Verrohrung sowie eine effiziente Aufbereitungstechnik zur Serienausstattung. Die kontinuierliche Vollstromfiltration sorgt für lange Standzeiten des Reinigungsmediums in gleich bleibend hoher Qualität. Eine Feinfiltration über Kerzenfilter und ein Zentrifugalabscheider (Zyklon) stehen optional ebenfalls zur Verfügung. Wesentliches Augenmerk legten die Entwicklungsingenieure auch auf Wartungs- und Servicefreundlichkeit. Fehlerdiagnosen werden über Klartextanzeigen am Bedienfeld angezeigt. Und trotz der kompakten Abmessungen sind alle servicerelevanten Teile einfach und schnell zugänglich.